Kartoffel-Krautfäule differenziert managen

Kartoffel-Fungizid im Sommer

Sobald Sommerniederschläge auf dichtes Kartoffellaub treffen, verändert sich die Krankheitsdynamik im Bestand. Kartoffel Krautfäule kann dann innerhalb weniger Tage deutlich zunehmen, während Alternaria häufiger auf älteren, beschatteten oder physiologisch belasteten Blättern sichtbar wird. Beide Krankheiten mindern Blattfläche und Assimilationsleistung, entstehen aber unter unterschiedlichen Bedingungen und sollten deshalb getrennt bewertet werden.

Krautfäule bei Kartoffeln: Welche Bestände im Sommer zuerst kritisch werden

Krautfäule bei Kartoffeln wird durch hohe Luftfeuchte, Blattnässe und ein insgesamt krankheitsgünstiges Bestandesklima begünstigt. Das Risiko steigt, wenn Infektionsquellen aus infizierten Knollen, Durchwuchskartoffeln oder Kartoffelresten in den Bestand hineinwirken. Besonders empfindlich sind Bestände vor oder um den Reihenschluss, weil Befall in dieser Phase Ertrag und Qualität deutlich beeinträchtigen kann.

Wüchsige Bestände mit viel Neuzuwachs reagieren im Sommer häufig sensibler. Ein dichter Blattapparat hält die Feuchte länger im Bestand und schafft damit ein günstigeres Mikroklima. Auch hohe Stickstoffversorgung, langsame Abtrocknung sowie wiederholte Tau- oder Gewitterphasen können das Risiko erhöhen.

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Das Schadbild entwickelt sich oft zügig. Auf den Blättern erscheinen zunächst gelblich-grüne Flecken, die rasch nachdunkeln. Auf der Blattunterseite kann sich am Übergang zwischen gesundem und abgestorbenem Gewebe ein heller Belag zeigen. Bei Knollen sind später gräuliche, leicht eingesunkene Flecken möglich, unter denen das Gewebe braun verfärbt sein kann.

 

Spritzmittel gegen Krautfäule bei Kartoffeln

Bei Spritzmitteln gegen Krautfäule hängt die Strategie stark vom Entwicklungszustand des Bestandes, vom Neuzuwachs und vom Infektionsdruck ab. In frühen Phasen und bei erhöhtem Risiko aus dem Stängelbereich kommen je nach Situation eher Maßnahmen infrage, die auch neuen Zuwachs mit absichern. In der Hauptwachstumsphase ist genau das besonders wichtig, weil sich ungeschützte Blattmasse im Sommer rasch neu bildet.

Mit abnehmendem Zuwachs verschiebt sich der Fokus stärker auf den Schutz des vorhandenen Blattapparats und auf die Absicherung gegenüber späteren Blatt- und Knolleninfektionen. Der Behandlungszeitpunkt sollte sich an Witterung, Bestandesentwicklung und Feldkontrolle orientieren. Entscheidend bleibt, den Bestand nicht schematisch, sondern nach tatsächlichem Risiko zu bewerten.

Wichtig ist außerdem eine angepasste Strategie mit Blick auf Wirkungsrichtung, Dauerleistung und Bestandeszustand. Da sich Maßnahmen in ihren Eigenschaften unterscheiden, sollte die Auswahl immer zur jeweiligen Situation im Schlag passen.

 

Alternaria bei Kartoffeln: Wann Dürrflecken zum eigenen Thema werden

Alternaria bei Kartoffeln tritt meist ab Juni zuerst auf älteren oder stärker beschatteten Blättern auf. Wärme, Trockenstress, physiologische Belastung und auch Nährstoffungleichgewichte können die Anfälligkeit erhöhen. Im Unterschied zur Krautfäule ist Alternaria häufiger dort auffällig, wo der Bestand bereits unter Stress steht.

Typisch sind scharf abgegrenzte braune Flecken, oft mit konzentrischen Ringen. Bei stärkerem Befall können Flecken zusammenfließen und die Abreife des Krautes beschleunigen. Wärme in Verbindung mit kurzen Feuchtephasen, nächtlicher Taubildung oder Niederschlägen nach Trockenperioden kann die Entwicklung zusätzlich fördern.

Für die Praxis ist die Unterscheidung beider Krankheiten entscheidend: Krautfäule zeigt eher rasch nachdunkelnde, feuchte Flecken mit Belag an der Blattunterseite. Alternaria wirkt trockener, schärfer begrenzt und ringförmig. Diese Differenzierung beeinflusst Beobachtung, Reaktionsgeschwindigkeit und Maßnahmenplanung.

 

Blattgesundheit und Applikation im dichten Kartoffellaub

Dichtes Kartoffellaub stellt im Sommer hohe Anforderungen an die Applikation. Rascher Neuzuwachs, wechselnde Blattstellungen und Unterschiede in Luftfeuchte und Abtrocknung können die sicheren Spritzfenster verkürzen. Werden Blätter, Stängel oder tiefere Laubschichten nicht ausreichend erfasst, kann die Schutzwirkung ungleichmäßig ausfallen.

KANTOR kann als All-in-One-Additiv Wasserqualität, Anhaftung, Benetzung und Wirkstoffaufnahme verbessern. In dichten Beständen kann ein solcher Baustein die Qualität der Applikation unterstützen. Es lohnt sich die Pflanzenschutzbehandlung durch den einfachen Zusatz von KANTOR abzusichern. Spritztropfen haften besser an und der Wirkstoff wird von der Pflanze leichter aufgenommen. So erreichen wir die maximal mögliche Wirkung.

Für eine sichere Kontrolle von Kartoffel-Krautfäule und Alternaria im Sommer ist eine Fungizidstrategie gefragt, die sich an Infektionsdruck, Krautzuwachs und Bestandeszustand orientiert. Sie möchten mehr über den Einsatz von KANTOR in Kartoffeln erfahren? Sprechen Sie uns gerne an.

Häufig gestellte Fragen zu Krautfäule in Kartoffeln

Die häufigsten Fragen und Antworten kurz zusammengefasst.


Sebastian Deimel

Zuletzt aktualisiert am 27.08.2026 um 15:24 Uhr