Kartoffel Insektizide

Schützen Sie Ihre Kartoffeln vor Schädlingen

Effektiver Pflanzenschutz im Kartoffelanbau ist entscheidend, um Ertragsverluste durch Schädlinge zu vermeiden. Mit gezieltem Einsatz von Insektiziden lassen sich Kartoffelkäfer und Blattläuse wirksam bekämpfen. Tun Sie alles um die Wirkung der Insektizide zu verbessern und so für gesündere Bestände und höhere Erträge zu sorgen.

 

 

Bedeutung von Insektiziden

Im Kartoffelanbau stellen Schädlinge wie der Kartoffelkäfer, Blattläuse und die Schilfglasflügelzikade eine erhebliche Gefahr für Ertrag und Qualität dar. Um Schäden zu begrenzen, sind Insektizide ein unverzichtbarer Bestandteil der Pflanzenschutzstrategie. Dabei ist das frühzeitige Erkennen von Schadschwellen entscheidend: So sollten zum Beispiel bei einem Befall von mehr als 15 Kartoffelkäfer-Larven pro Pflanze Maßnahmen eingeleitet werden, um einen stärkeren Fraß und daraus resultierende Ertragsverluste zu verhindern. Neben der reinen Schädlingsbekämpfung trägt ein gezielter Einsatz von Insektiziden auch dazu bei, die Pflanzen gesund zu erhalten und die wirtschaftliche Rentabilität des Anbaus sicherzustellen.

Kartoffelkäfer

Der Kartoffelkäfer zählt zu den bedeutendsten Schädlingen im Kartoffelanbau. Die ersten orangeroten Eigelege sind meist an den Blattunterseiten zu finden, und der Schlupf der Larven erfolgt etwa zehn bis 14 Tage später, abhängig von der Temperatur. Die Larven durchlaufen vier Entwicklungsstadien (L1 bis L4). Besonders die letzten beiden Stadien (L3 und L4) richten den größten Schaden an, da sie bis zum Kahlfraß der Pflanzen führen können.

Schadschwelle beachten

Ab 15 Larven pro Pflanze ist eine Bekämpfung dringend erforderlich. Die Bekämpfung sollte idealerweise in den frühen Larvenstadien L1 und L2 erfolgen, da hier die Wirksamkeit der Insektizide am höchsten ist. Häufig genügen gezielte Randbehandlungen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

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Empfohlene Wirkstoffe

Als gut wirksam haben sich Cyantaniliprole, Chlorantraniliprole und Acetamiprid erwiesen. Auch biologische Alternativen wie Azadirachtin können eingesetzt werden, erfordern aber eine frühere Behandlung. Pyrethroide sind wegen Resistenzproblemen nur noch eingeschränkt zu empfehlen.

 

Blattläuse

Blattläuse sind weitere wichtige Schädlinge in Kartoffelbeständen. Sie sitzen meist versteckt auf den Blattunterseiten und können bei hohen Populationen zu starken Pflanzenschäden führen. Besonders problematisch sind sie, da sie Viren übertragen können, die die Kartoffelpflanzen zusätzlich schwächen. Als Schadschwelle im Konsumanbau wird ab 500 Läusen auf 100 Fiederblättern eine Bekämpfung empfohlen. Bei Pflanzkartoffeln sollte eine Behandlung erfolgen, sobald erste Blattläuse im Bestand zu finden sind.

Wirkstoffauswahl

Blattläuse wie die Grüne Pfirsichblattlaus erfordern den Einsatz systemischer Mittel wie Flonicamid oder Acetamiprid, da Pyrethroide meist kaum noch wirksam sind. Die Bekämpfung der Blattläuse ist nicht nur wegen der direkten Saugschäden wichtig, sondern vor allem, um die Ausbreitung von Viruskrankheiten zu verhindern.

Schilfglasflügelzikade

Die Schilfglasflügelzikade entwickelt sich in den letzten Jahren zunehmend zum womöglich bedeutendsten Kartoffelschädling. Die durch sie übertragenen Krankheiten SBR (Syndrome Basses Richesses) und Stolbur (Gummiknollen) werden auch gemeinsam als „bakterielle Kartoffelknollenwelke“ bezeichnet. Die Schilfglasflügelzikade fungiert als Vektor für diese Krankheiten.

Gegenwärtig gibt es noch keine reguläre Insektizidzulassungen gegen die Zikade und eine Bekämpfung kann nur durch Notfallzulassungen nach einem Warndienstaufruf erfolgen. Die verfügbaren Insektizide sind gegen die Schilfglasflügelzikade nur begrenzt wirksam, weshalb langfristig eine integrierte Bekämpfungsstrategie gegen diesen Schaderreger umgesetzt werden muss.

 

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Insektizide im Überblick

Im modernen Kartoffelanbau stehen Landwirten verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, um Schädlinge gezielt zu bekämpfen. Dabei ist es wichtig, Präparate aus unterschiedlichen Wirkstoffgruppen einzusetzen, um die Entwicklung von Resistenzen zu vermeiden.

Die Auswahl der Insektizide richtet sich nach dem Schadbild und der Zielart. So sind zum Beispiel Chlorantraniliprole und Cyantraniliprole bewährte Mittel gegen Kartoffelkäferlarven, während systemische Wirkstoffe wie Acetamiprid oder Flonicamid bei Blattläusen empfohlen werden. Pyrethroide spielen aufgrund von Resistenzentwicklungen eine immer geringere Rolle und sollten nur noch sehr gezielt verwendet werden.

Für eine optimale Wirkung ist die Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen und Spritzintervalle entscheidend. Die Spritzung sollte bevorzugt in den Morgenstunden erfolgen, da die Pflanzen dann die Wirkstoffe besser aufnehmen kann und die Witterungsbedingungen in der Regel günstiger sind. Um den bestmöglich Bekämpfungserfolg sicher zu stellen gilt folgendes: Die gewählte Wasseraufwandmenge, ausgebracht bei moderater Fahrgeschwindigkeit, muss sorgfältig mit dem Spritzdruck und dafür geeignete Düsen abgestimmt werden.

Das Optimum herausholen

KANTOR ist das bewährte All-in-One-Additiv, das die Effektivität von Insektiziden im Kartoffelanbau deutlich steigert. Im Gegensatz zu vielen anderen Zusatzstoffen darf KANTOR mit Insektiziden angewendet werden. Durch seine wasserkonditionierende Eigenschaft verbessert KANTOR die Spritzwasserqualität, indem es den pH-Wert puffert und harte Kationen bindet.

Darüber hinaus verbessert KANTOR die Anhaftung der Spritztröpfchen auf den Blättern. Das verhindert Abperlen und Wirkstoffverluste und sichert eine beste Benetzung der Bestände. Besonders wichtig ist die temporäre Aufweichung der Kutikula, die die Wirkstoffaufnahme erleichtert, ohne die Pflanze dauerhaft zu schädigen. Diese Wirkung hält etwa 24 Stunden an, sodass die Insektizide besser eindringen können. Durch den Einsatz von KANTOR werden die Kartoffelinsektizide abgesichert und so Kartoffelbestände widerstandsfähiger gegen Schädlingsbefall.

 

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Fazit

Eine gezielte Insektizidstrategie ist im Kartoffelanbau unverzichtbar, um Schäden durch zum Beispiel Kartoffelkäfer und Blattläuse zu minimieren. Dabei spielt das frühzeitige Erkennen von Schadschwellen und die Auswahl passender Wirkstoffe eine zentrale Rolle.

Mit KANTOR als Additiv lässt sich die Wirksamkeit der eingesetzten Insektizide deutlich steigern und absichern. Es optimiert die Spritzwasserqualität, erhöht die Anhaftung und Benetzung und erleichtert die Wirkstoffaufnahme. Das führt zu gesünderen Beständen und höheren Erträgen. Landwirte profitieren so von einer effektiven, nachhaltigen und kosteneffizienten Lösung im Pflanzenschutz – für einen erfolgreichen Kartoffelanbau.

Häufig gestellte Fragen

Die häufigsten Fragen und Antworten kurz zusammengefasst.


Sebastian Deimel

Zuletzt aktualisiert am 27.08.2026 um 16:02 Uhr