Ackerfuchsschwanz, Windhalm und Trespe
Im Herbst früh kontrollieren
Wer Ackerfuchsschwanz, Windhalm und Trespe im Wintergetreide wirksam kontrollieren will, muss bereits vor der Herbizidmaßnahme ansetzen. Saattermin, Bodenbearbeitung, Auflaufverhalten und Resistenzsituation beeinflussen maßgeblich, wie stark sich die Ungräser im Bestand etablieren. Herbizide im Herbst sind dabei ein wichtiger Baustein, können ein überlastetes Anbausystem aber nicht allein stabilisieren.
Ackerfuchsschwanz bekämpfen: Auflauf vor der Saat reduzieren
Ackerfuchsschwanz läuft bevorzugt aus oberflächennahen Samen auf. Ein falsches Saatbett, spätere Saattermine und eine möglichst geringe erneute Bodenbewegung können die erste Welle reduzieren. Auf Problemflächen sind Fruchtfolge, Sommerungen und konsequente Feldrandhygiene unverzichtbar. Bei Resistenzverdacht müssen Wirkstoffgruppen und bisherige Feldergebnisse kritisch geprüft werden.
Windhalm bekämpfen: Standort und Saattermin berücksichtigen
Windhalm tritt häufig auf leichteren, sauren Standorten auf und profitiert ebenfalls von frühen Saaten. Bodenaktive Herbstmaßnahmen benötigen ein feinkrümeliges, abgesetztes Saatbett und ausreichende Bodenfeuchte. Grobe Kluten, viel ungleichmäßig verteiltes Stroh oder trockene Bedingungen können die Wirkung begrenzen.

Trespe bekämpfen: Samenverschleppung verhindern
Trespenarten unterscheiden sich in Biologie und Auflaufverhalten. Häufig beginnen Probleme an Feldrändern, Böschungen oder in pfluglosen Systemen mit hoher Samenbelastung an der Oberfläche. Feldrandpflege, Maschinenhygiene, Fruchtfolge und passende Bodenbearbeitung sind daher besonders wichtig. Eine sichere Artbestimmung verbessert die Auswahl der Maßnahmen.
Herbizide im Herbst richtig platzieren
Boden- und blattaktive Wirkstoffe benötigen unterschiedliche Voraussetzungen. Für Bodenherbizide sind Bodenfeuchte, Saatgutablage und gleichmäßige Bodenbedeckung entscheidend; blattaktive Komponenten verlangen aufgelaufene, wüchsige Zielpflanzen. Die konkrete Mittelwahl muss nach aktueller Zulassung und regionaler Resistenzsituation erfolgen.
Unkrautbekämpfung im Winterweizen als System betrachten
Einzelne Restpflanzen produzieren große Samenmengen und verschärfen Folgeprobleme. Deshalb sollten Spritzfenster, Randbereiche und bekannte Nester kontrolliert werden. Wo die chemische Wirkung nicht ausreicht, gilt es, die Samenrückführung durch mechanische oder organisatorische Maßnahmen möglichst zu begrenzen.
Neben der Wahl geeigneter Wirkstoffe und einem konsequenten Resistenzmanagement entscheidet auch die Qualität der Applikation darüber, wie zuverlässig eine Herbizidmaßnahme wirkt. Spritzwasser, Benetzung und die Eigenschaften der Spritzlösung können dabei Einfluss auf die Anwendung nehmen. Additive können deshalb eine sinnvolle Ergänzung zu geeigneten Herbiziden darstellen.
KANTOR als Ergänzung zu Herbiziden
Mit KANTOR bieten wir ein All-in-One-Additiv zur Optimierung des Pflanzenschutz an. Es kann in Kombination mit einem geeigneten und zugelassenen Herbizid dazu beitragen, die Voraussetzungen für eine zuverlässige Applikation zu verbessern. Dies erreichen wir durch eine zuverlässige Spritzwasserkonditionierung, verbesserter Anhaftung und Benetzung, sowie der erhöhten Wirkstoffaufnahme. Mit KANTOR sichern wir die Herbizidstrategie ab und erreichen eine bestmögliche Wirkung der eingesetzten Pflanzenschutzmittel.
Ungrasdruck über mehrere Jahre senken
Eine nachhaltige Kontrolle von Ackerfuchsschwanz, Windhalm und Trespe entsteht aus dem Zusammenspiel vorbeugender, chemischer und gegebenenfalls mechanischer Maßnahmen. Saatterminverschiebung, falsches Saatbett, angepasste Fruchtfolgen und eine saubere Bestandesführung reduzieren den Selektionsdruck auf Herbizide. Eine optimierte Applikation kann die chemische Bekämpfung zusätzlich unterstützen. Entscheidend bleibt jedoch das Gesamtsystem: Der langfristige Erfolg zeigt sich nicht allein im aktuellen Bestand, sondern vor allem in einer sinkenden Samenbank und einem dauerhaft geringeren Ungrasdruck.
Sie haben Fragen zur Ungrasstrategie im Wintergetreide oder zur Einordnung von KANTOR? Unsere Experten beraten Sie gerne standort- und situationsbezogen.
Häufige Fragen zu Herbiziden in Wintergetreide
Die häufigsten Fragen und Antworten kurz zusammengefasst.
Zuletzt aktualisiert am 30.09.2026 um 16:58 Uhr
