Bodenleben nach Trockenheit

Wie schnell erholt es sich?

Trocknet ein Boden über längere Zeit aus, reagieren nicht nur Pflanzenwurzeln. Auch Bakterien, Pilze und andere Bodenorganismen reduzieren ihre Aktivität deutlich. Nach Niederschlägen kann das Bodenleben wieder anspringen. Wie schnell, hängt jedoch von Bodenstruktur, organischer Substanz, Temperatur und Durchwurzelung ab.

Bodenleben fördern: Nach Trockenheit zählt der Lebensraum

Trockenheit begrenzt mikrobielle Prozesse auf mehreren Ebenen. Wasser fehlt als Reaktionsmedium, Nährstoffe bewegen sich schlechter durch den Boden und organische Verbindungen sind für Mikroorganismen weniger gut erreichbar.

Mit zunehmender Bodenfeuchte steigt die Aktivität wieder. Dabei bedeutet ein feuchter Boden aber nicht automatisch ein vollständig regeneriertes System. Besonders nach intensiver Austrocknung können sich mikrobielle Gemeinschaften verändern.

Wer das Bodenleben fördern möchte, sollte deshalb vor allem die langfristigen Lebensbedingungen verbessern: organische Substanz bereitstellen, Verdichtungen vermeiden, für eine möglichst kontinuierliche Durchwurzelung sorgen und extreme Bodenerwärmung durch Bodenbedeckung begrenzen.

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Mikroorganismen im Boden reagieren unterschiedlich

Mikroorganismen im Boden verfolgen unterschiedliche Strategien, um Trockenphasen zu überstehen. Bestimmte Arten reduzieren ihren Stoffwechsel, andere bilden widerstandsfähige Strukturen. Pilzliche Netzwerke und bakterielle Populationen reagieren deshalb nicht identisch.

Für den Pflanzenbau entscheidend ist ihre Funktion: Mikroorganismen sind am Abbau organischer Substanz, an Nährstoffkreisläufen und an Prozessen im unmittelbaren Wurzelraum beteiligt.

Mehr über diese Wechselwirkungen hier: Leben im Boden

Das Bodenmikrobiom und die Rhizosphäre zusammendenken

Das Bodenmikrobiom steht in enger Wechselwirkung mit den Pflanzenwurzeln. Über sogenannte Wurzelexsudate geben Pflanzen unter anderem Zucker, organische Säuren und weitere Verbindungen an ihre unmittelbare Umgebung ab. Sie dienen Mikroorganismen als Energie- und Nahrungsquelle und machen die Rhizosphäre zu einem biologisch besonders aktiven Bereich des Bodens.

Gerade unter trockenen Bedingungen gewinnt dieses Zusammenspiel an Bedeutung. Mit abnehmender Bodenfeuchte werden Wasser und Nährstoffe im Boden weniger beweglich, gleichzeitig kann die Stoffwechselaktivität der Pflanze zurückgehen. Ein gut entwickeltes und verzweigtes Wurzelsystem erschließt einen größeren Bodenraum und kann dazu beitragen, länger Zugang zu verfügbaren Wasser- und Nährstoffreserven zu behalten.

Aktivität im Boden gezielt fördern

An diesem Zusammenspiel von Boden, Mikroorganismen und Wurzel setzt Trillus an. Das Produkt enthält die beiden Mikroorganismenstämme Pseudomonas fluorescens B177-M-03.08 und Trichoderma harzianum B97-M-04.08.

Pseudomonas fluorescens unterstützt unter anderem die Wurzelentwicklung und Nährstoffaufnahme. Trichoderma harzianum erschließt über sein Myzel den wurzelnahen Bodenraum und kann so zur Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit beitragen.

Insbesondere nach dem Sommer, wenn die im Boden vorhandenen Mikroorganismen zum großen Teil abgestorben oder in Ruhe sind, macht die Reaktivierung des Bodens mit Trillus Sinn. Bodenprozesse können früher Starten und den Pflanzen ein optimales Wachstum ermöglichen. Das Zusammenspiel innerhalb des biologisch aktiven Boden-Wurzel-Systems wird gefördert.

Informieren Sie sich über Trillus und die Einsatzmöglichkeiten des mikrobiellen Bodenhilfsstoffs in Ihrem Betrieb.

Sebastian Deimel

Zuletzt aktualisiert am 09.10.2026 um 11:10 Uhr